19. Mai 2016

Empfindliche Zähne – der Horror begann beim Eislecken

Empfindliche Zaehne Ursachen

Endlich Sonne. Endlich Wärme. Endlich das Spaghetti-Eis mit Sahne, geraspelter weißer Schokolade und lecker Fruchtsoße aus frischen Erdbeeren bei meinem Lieblingsitaliener an der Ecke! Und plötzlich – anstatt Wohlgenuss – ein ziehender Schmerz im Kiefer. Millionen Leute werden pünktlich zu Saisonbeginn jäh an  empfindliche Zähne erinnert. Empfindliche Zähne meint: überdurchschnittliche Schmerzempfindungen an den Zähnen beim Genuss von Speisen und Getränken.

Empfindliche Zähne – ein Warnsignal

Damit ist nicht zu spaßen. Denn die Reize süß, sauer, kalt und heiß werden in diesem Fall durch winzige Kanälchen im Zahnbein an den Nerv im Zahn weiter geleitet. Das geht nur, wenn der Zahnschmelz stark abgenutzt ist, sich Karies entwickelt hat oder die Zahnhälse frei liegen. In jedem der Fälle Grund genug für einen baldigen Zahnarztbesuch!

Empfindliche Zähne – Ursachen

Die Ursachen für schmerzempfindliche Zähne sind im Wesentlichen Karies oder der Rückgang des Zahnfleisches. Durch den Rückgang des Zahnfleisches liegen die Zahnhälse frei und sind somit extrem empfindlich. Den Rückgang des Zahnfleisches nennt die Zahnmedizin Rezession. Den Begriff kennen wir im Zusammenhang mit Krise. Und das ist es auch. Die Ursachen der Rezession wiederum können nämlich mehrere sein. Die einfachste ist das zu kräftige Zähneputzen (Schrubben). Eine weitere – auf jeden Fall schwerer wiegende – kann die Parodontitis sein. Bei dieser entzündlichen Erkrankung des Zahnhalteapparates geht das Zahnfleisch aufgrund der Rückbildung des Knochens zurück. Und das ist kein Spaß. Der Knochen geht zurück! Also nichts wie hin zum Zahnarzt. Die Parodontitis fängt scheinbar harmlos an, und hat mittlerweile die Karies als Ursache für Zahnverlust überholt.

Was tun bei empfindlichen Zähnen?

Tipp 1:
Mach umgehend einen Zahnarzttermin. Zurückgehendes Zahnfleisch muss behandelt werden. Das Zahnfleisch hat nämlich unter anderem die Aufgabe, den Zahn zu schützen. Und das geht nur, wenn es da ist, wo es sein soll. Die Zahnmedizin kennt verschiedene Methoden der „Rezessionsdeckung“. Man bekommt es also wieder hin.

Tipp 2:
Wenn Du weißt, dass es nur am Zähneputzen liegt: Schalte Deine Putztechnik auf „sanft“, kauf Dir eine weichere Zahnbürste (mittelhart) und eine Zahnpasta mit weniger Schleifkörpern. Keine „Weißmacher“-Zahncremes mehr verwenden! Sanfte, kreisende Putzbewegungen mit wenig Druck ausführen. Dabei das Zahnfleisch sanft massieren. Schluss mit „Schrubben“.

Fazit

Check Dein Zahnputzverhalten und mach am besten gleich einen Termin beim Zahnarzt. Der Schmerz beim Eis lecken ist ein ernst zu nehmendes Warnsignal. Eine gute Zahnzusatzversicherung hilft zwar, die finanziellen Folgen von Zahnverlust abzufedern. Aber Zahnerhalt ist besser als Zahnersatz, vorbeugen besser als „nach hinten fallen“ ;-).

Über Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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