22. Mai 2019

Enossale Implantate: Arten & Funktionsweise

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Enossale Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die der Zahnarzt in den Kieferknochen einbohrt. „Enossal“ bedeutet „innerhalb des Knochens“: Enossale Zahnimplantate sitzen, ebenso wie die Zahnwurzel, fest im Kieferknochen. Doch welche Arten enossaler Implantate gibt es und wie entwickeln sich die Kosten?

Was sind enossale Implantate?

Bei einem enossalen Implantat handelt es sich um eine künstliche Zahnwurzel. Die Form ähnelt der Zahnwurzel oder ist zylindrisch aufgebaut. Der Zahnarzt bohrt das Implantat über ein Gewinde direkt in den Kieferknochen. Das Implantat ist nichts anderes als ein Fundament – oder „Dübel“. Darauf setzt der Zahnarzt später die Krone.

Welche Arten enossaler Implantate gibt es?

Es gibt verschiedene Arten enossaler Implantate. Zumeist gibt es eine genau passende Titan- oder Keramikverbindung, die das Implantat mit der Krone verbindet. Der Zahnarzt schraubt einfach das Unterteil auf das Implantat. Hieran befestigt er die Krone, Prothese oder Brücke. Bei manchen Modellen schraubt der Zahnarzt das gesamte Implantat auf das Gewinde. Hierbei handelt es sich um ein einteiliges Implantat. Das enossale Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel und bietet dem Zahnersatz einen festen Halt. Dadurch ist es Teil eines festen Zahnimplantats.

Standard-Implantat

Die künstliche Zahnwurzel eines Standard-Implantats ist ca. 8 bis 14 Millimeter lang. Die genaue Länge hängt vom Knochenangebot und der Position des Kiefers selbst ab.

Kurzes Implantat

Kurze Implantate haben eine Länge von nur sechs bis acht Millimetern. Diese eignen sich für den Einbau in Kiefer mit einem eingeschränkten Knochenangebot. Diese Art von Implantaten eignet sich, wenn der Zahnarzt sensible Nachbarstrukturen schützen möchte.

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KFO-Implantate / TAD

Bei KFO-Implantaten handelt es sich um Spezial-Implantate. Diese setzt der Kieferorthopäde zur Korrektur falsch positionierter oder schief stehender Zähne ein.

BOI- und Disk-Implantat

Bei BOI- und Disk-Implantaten setzt der Zahnarzt eine kreisrunde Plattform seitlich in den Kiefer ein. Auf dem Implantat befindet sich ein ruhender Stift, auf den der Operateur den Zahnersatz setzt. Diese Art von Zahnimplantat eignet sich für Patienten, die kein ausreichendes Knochenangebot aufweisen.

Einsatz enossaler Implantate bei eingeschränktem Knochenangebot?

Je nach Beschaffenheit des Kiefers kann es vor dem Einsatz der enossalen Implantate nötig sein, ein Knochenaufbau im Kiefer nötig sein. Dies kann der Zahnarzt nach diversen Untersuchungen feststellen.

Wachsen enossale Zahnimplantate ein?

Enossale Implantate wachsen ganz normal in den Kiefer ein. Daher gelten Sie auch als fester Zahnersatz. Die meisten Implantate haben keine glatten Außenflächen, damit der Zahnarzt sie besser im Kiefer justieren kann. Die Ausformungen sichern die Stabilität der Implantate. Die meisten enossalen Zahnimplantate verfügen über sehr feine Schraubengänge und Schraubengewinde. Diese ermöglichen einen festen Sitz im Knochen. Für das Einwachsen des Implantats ist die mikroskopische Struktur der Oberfläche sehr wichtig: Je mehr „Andockstellen“ zur Verfügung stehen, desto besser wächst das Zahnimplantat ein. Manchmal behandelt der Zahnarzt die Oberfläche des Materials mit Säuren oder nutzt einen Sandstrahl zum Aufrauen. So fördert er das Einwachsen des enossalen Implantats.

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Was kosten enossale Implantate?

Für Zahnärzte existiert eine zahnärztliche Gebührenordnung (GOZ), die das Honorar für Implantate regelt. Die Material- und Arbeitskosten für enossale Zahnimplantate sind sehr unterschiedlich. Die Kosten für Zahnimplantate hängen von verschiedenen Faktoren ab. „Über den Daumen“ kostet das Implantat inklusive Knochenaufbau im deutschen Durchschnitt zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Hinzu kommt die Investition für die Suprakonstruktion – also den Zahnersatz (Krone, Brücke, Prothese) selbst. Die Stiftung Warentest geht in Ihrer Modellrechnung von 2.955 Euro Kosten für das Implantat mit Knochenaufbau und 995 Euro für die Suprakonstruktion aus. Macht zusammen 3.950 Euro. Der Kassenzuschuss beträgt nur 472 Euro mit Höchstbonus. Um die Differenz finanzieren zu können, ist der Abschluss einer geeigneten Zahnzusatzversicherung sinnvoll. Mit unserem Tarifrechner für Zahnzusatzversicherungen finden Sie genau die Tarife, die die Kosten für enossale Implantate und den gegebenenfalls nötigen Knochenbau übernimmt.

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