30. Oktober 2017

Kieferchirurg – die Aufgaben

Kieferchirurg

Kieferchirurgie – ein bedeutendes Fachgebiet der Zahnmedizin ist das umfangreiche Studium der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, in Fachkreisen auch kurz MKG genannt. Es kann jedoch erst begonnen werden, nachdem ein Examen der Allgemeinmedizin und Zahnmedizin erfolgreich absolviert wurde. Nur dann wird die fünfjährige Weiterbildung der Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurgie zugelassen. Diese strengen Voraussetzungen gelten auf europäischer Ebene in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Kieferchirurg – berufliche Schwerpunkte

Kieferchirurgen bieten vielseitige Dienstleistungen an, insbesondere die Einbringung von Zahnimplantaten und Zahnersatz. Kieferchirurgen operieren extreme Zahnfehlstellungen und kümmern sich um Kieferknochen, die bei Unfällen gebrochen wurden. Komplizierte Weisheitszahn-Operationen, das Implantieren künstlicher Zähne und die Behandlung von Entzündungen werden unter Narkose durchgeführt. Die Ausbildung von Kieferchirurgen ähnelt der von normalen Medizinern, das Fachgebiet wird auch als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie bezeichnet. Ein Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg diagnostiziert und therapiert Krankheiten. Er leitet präventive Maßnahmen ein und kümmert sich um die Rehabilitation von Patienten. Typische Behandlungsfelder sind:

  • Zahnfehlstellungen
  • Unfallverletzungen
  • Knochenbrüche
  • infektiöse Erkrankungen
  • Krebserkrankungen im Mundbereich
  • Schluck- und Kaustörungen
  • Entfernung von Zysten und Fremdkörpern
  • auch Parodontosebehandlungen
  • Sanierung von Gebissen

Das Tätigkeitsfeld von Kieferchirurgen umfasst unter anderem die Entfernung von Weisheitszähnen. Zahnärzte überweisen ihre Patienten zum Kieferchirurgen, wenn die Operation schwierig ist oder die Zähne bereits entzündet sind. Kieferchirurgen sind auch dann der richtige Ansprechpartner, wenn mehrere Zähne entfernt werden müssen.

Ausbildung mit Doppelstudium

Kieferchirurgen haben als einzige Mediziner eine doppelte Ausbildung. Diese müssen sowohl Human- als auch Zahnmedizin studiert haben. Deshalb haben Kieferchirurgen oftmals zwei Doktortitel: Einen „Dr. med“ und einen „Dr. med. dent.“. Diese Doppelapprobation ist in Deutschland üblich, in anderen Staaten hingegen nicht. Ärzte müssen nach abgeschlossenem Medizin- und Zahnmedizin-Studium eine fünfjährige Ausbildung durchlaufen. Anschließend dürfen sie als Kieferchirurg arbeiten. Dieser Zeitraum umfasst einen Stationsdienst über mindestens drei Jahre. Die Zulassung als MKG-Chirurg erfordert den Nachweis umfangreicher Operationen.

Weiterbildungen und Beschäftigungsmöglichkeiten

Kieferchirurgen können sich auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie weiterbilden. Sie dürfen nach erfolgreichem Abschluss den Titelzusatz „plastische Operationen“ führen, der ihnen kosmetisch-ästhetisch-chirurgische Eingriffe erlaubt.

Der ganz überwiegende Teil der Kieferchirurgen beschäftigt sich jedoch mit der Herstellung eines funktionalen Gebisses. Kieferchirurgen sind überwiegend in Krankenhäusern und Zahnkliniken eingestellt. Viele Kieferchirurgen arbeiten auch als niedergelassene Ärzte in eigener Praxis. Die Praxen der meisten Kieferchirurgen sind mit Operationssälen ausgestattet, in denen ambulante Operationen durchgeführt werden. Dabei kommen gelegentlich Anästhesisten in die Praxis und verabreichen dem Patienten eine Narkose.

Es gibt viele Fortbildungen für Kieferchirurgen, die sich mit speziellen Themen befassen. Darunter fallen beispielsweise Seminare, in denen Kieferchirurgen über das richtige Verhalten in Notfällen unterrichtet werden. Es kann vorkommen, dass es bei Patienten während einer kieferchirurgischen Behandlung zu einer Kreislaufinstabilität kommt. Bei besonderen Indikationen ist die Versorgung mit Implantaten besonders ansprechend und bedarf eines speziellen Fachwissens.

Moderne Kieferchirurgie

Der moderne Kieferchirurg setzt verschiedene Methoden ein, um optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen. Bei der Diagnostik setzen fortschrittliche Praxen auf 3D-Bildgebungsverfahren. Diese ermöglichen eine minimal-invasive Vorgehensweise, bei der der Eingriff so gering wie nur möglich ausfällt. Der Leistungskatalog vieler Kieferchirurgen umfasst kleinere Eingriffe wie die Korrektur von Tränensäcken und Schlupflidern. Der Einsatz von Botox trägt zur Milderung bzw. der Vorbeugung von Falten bei. Das ist allerdings nicht Gegenstand der Zahnzusatzversicherung.

Der menschliche Kiefer

Er besteht aus paarigen Schädelknochen, die die Zähne tragen und unterteilt sich in die Maxilla, den Oberkiefer, sowie die Mandibula, den Unterkiefer. Die Maxilla ist fest mit dem Gesichtsschädel verwachsen, während der Unterkiefer der einzige bewegliche Knochen des Gesichtsschädels ist.

Behandlungsfelder der Kieferchirurgie

Ihr Aufgabenbereich ist sehr vielfältig und reicht von der Diagnostik über chirurgische Eingriffe bis hin zu ästhetischen Maßnahmen in den Kieferbereichen.

Den Alltag der Kieferchirurgie bestimmen komplizierte Extraktionen von Weisheitszähnen, Wurzelspitzenresektionen, die Einpflanzung von Implantaten und allgemeine Operationen an Zähnen. Kieferchirurgen diagnostizieren, therapieren Erkrankungen im Mundhöhlenbereich und behandeln Fehlstellungen von Zähnen und Kiefern. Natürlich nehmen sie ferner parodontal chirurgische Eingriffe vor, sorgen für Röntgenaufnahmen oder beraten zu möglichen Lasertherapien.

Selbstverständlich ist ein Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg auch dann der richtige Arzt, wenn es um Krankheiten der Mundschleimhaut geht oder gar bösartige Tumore den Mundbereich befallen. Ständige Fortbildungen im Sinne der wissenschaftlichen Erkenntnisse runden diesen vielseitigen Arztberuf ab. Ein bestimmter Teil kieferchirurgischer Leistungen sind auch Gegenstand der modernen Zahnzusatzversicherung. Besonders wichtig ist die Mitversicherung des Knochenaufbaus im Zuge einer Implantat Versorgung in der Kieferchirurgie.

ÜberPeter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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