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23. Juni 2016

Knochenaufbau

Kieferknochenaufbau in der Zahnmedizin

Knochenaufbau – für einen Kieferknochenaufbau in der Zahnmedizin kann es verschiedene Gründe geben. Häufig sind bakterielle Entzündungen, hervorgerufen durch Parodontitis und damit verbundener Knochenschwund, hierfür verantwortlich. Auch bei Zahnlücken, die über einen längeren Zeitraum nicht mit Zahnersatz gefüllt wurden, bildet sich das natürliche Knochenmaterial mit der Zeit zurück. Ferner ist Knochenabbau ein ganz natürlicher Alterungsprozess, der bis zu 1mm jährlich betragen kann. In der Implantologie sorgt ein Knochenaufbau dafür, dass sich die Struktur der Knochen nach mehreren Monaten wieder festigt und so die Stabilität der Implantate gewährleistet werden kann.

Knochenaufbau und Implantologie

Wer sich für den Einsatz von Implantaten für festsitzenden Zahnersatz entscheidet, benötigt grundsätzlich ausreichendes Kieferknochenmaterial. Ist dieses nicht vorhanden, wird der behandelnde Arzt einen Knochenaufbau empfehlen, um eine stabile Basis für den Zahnersatz bilden zu können. Das künstlich eingepflanzte Knochenmaterial wächst mit der Zeit mit den vorhandenen Knochen zusammen und entfaltet so seine Langzeitwirkung.

Materialien, die für einen Knochenaufbau Verwendung finden:

Synthetische Produkte
Sie werden der Struktur des Knochengewebes nachgebildet und in Granulatform in den Kiefer eingepflanzt.

Eigenknochen
Sie sind die natürlichste und beste Alternative, da sie körpereigen sind und aus dem Kinn, Kiefer oder Beckenkamm entnommen werden.

Tierisches Knochenmaterial
Als tierische Knochen eignen sich solche von Rindern und Pferden.

Menschliches Knochenmaterial
Menschliche Fremdknochen stammen von Verstorbenen, die ihre Leichname Universitätskliniken zur Verfügung gestellt haben.

Das Verfahren bei einem Knochenaufbau

Ein Knochenaufbau ist ein operativer Eingriff, der unter örtlicher Narkose oder auf Wunsch unter Vollnarkose vorgenommen wird. Um das Knochenaufbaumaterial einsetzen zu können, muss der Operateur mit feinsten Instrumenten den Boden der Kieferhöhle anheben, um an den zu füllenden Hohlraum herankommen zu können.

Liegt ein weit fortgeschrittener Knochenschwund vor, findet die Augmentation meist mit körpereigenem Knochenmaterial statt. In diesem Falle wird von einem Knochenblockverfahren gesprochen. Nach Freilegung des Zahnfleisches wird der einzupflanzende Knochenblock mit winzigen Titannägeln oder Schrauben fixiert. Das freigelegte Zahnfleisch wird anschließend mit einer Naht verschlossen. Dieser Eingriff ist kann allerdings mit einem Klinikaufenthalt verbunden sein. Eine Kieferknochenaugmentation erfordert vom Kieferchirurgen / Zahnarzt sehr viel Fingerspitzengefühl und ein wenig Durchhaltevermögen seitens der Patienten.

Patientenkosten

Ein Knochenaufbau zählt nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungsträger, so dass der Patient selbst für alle Kosten aufkommen muss. Ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt sollte daher auch die monetären Ausgaben mit beinhalten. Eine gute Zahnzusatzversicherung sieht auch die Erstattung der Kosten für augmentative Behandlungen (Knochenaufbau) vor.

Über Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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