15. März 2016

Zahnkrone: Welche Arten gibt es?

Zahnkrone

Zahnkrone – vereinfacht gesagt, ist die natürliche Krone der aus dem Zahnfleisch herausragende, mit Zahnschmelz bedeckte sichtbare Teil des Zahnes. Man unterscheidet die natürliche Zahnkrone und die künstliche Zahnkrone als Zahnersatz. Die Krone als Zahnersatz ist eine Kappe, die über einen stark beschädigten Zahn zementiert wird.

Wann braucht man eine künstliche Zahnkrone?

  • Die künstliche Zahnkrone wird dann benötigt, wenn die natürliche Krone des Zahnes durch Karies oder Abbruch so stark beschädigt wurde, dass eine Füllung keine ausreichende Festigkeit des Zahnes mehr gewährleisten würde.
  • Nach einer Wurzelbehandlung kann zur Stabilisierung des behandelten Zahnes ebenfalls eine Zahnkrone zum Einsatz kommen.
  • Zur Befestigung von Zahnbrücken oder Prothesen werden die Ankerzähne der Brücke überkront.
  • Zum Schutz der „Klammerzähne“ für eine Prothese werden diese Zähne überkront.
  • Zu weit ausgedehnte Füllungen können durch Kronen (oder Inlays) ersetzt werden.

Welche Zahnkronenarten gibt es?

Die einfachste Form ist die Metallkrone. Sie kommt nur im nicht sichtbaren Bereich der hinteren Backenzähne zum Einsatz, und wird im Volksmund auch Goldkrone genannt. Die verblendete Krone oder Verblendkrone ist als Metallkrone mit einer zahnfarbenden Keramikschicht überzogen. Sie sieht der natürlichen Zahnkrone sehr ähnlich. Vollkeramikkronen werden komplett aus Keramik hergestellt, und sind später selbst für den Fachmann kaum vom natürlichen Zahn zu unterscheiden. Teilkronen kommen bei weniger starken Beschädigungen der Zähne zum Einsatz, wenn Füllungen zur Wiederherstellung jedoch nicht mehr ausreichen würden. Eine besondere Lösung stellen die Teleskopkronen dar, die als Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen zur Versorgung mehrerer Lücken mit herausnehmbarem Zahnersatz dienen.

Wie läuft das Einbringen der Zahnkrone ab?

Nach erfolgter Vorbehandlung (professionelle Zahnreinigung, Parodontal- oder Wurzelbehandlung wird der zu behandelnde Zahn beschliffen. Danach erfolgt die Fertigung von Abdrücken und die Farbnahme. Meist wird nun ein Provisorium eingesetzt (provisorische Kunststoffkrone). Nun wird die Zahnkrone im Labor oder per CEREC-Fräsverfahren hergestellt. Beim nächsten Termin erfolgt das Einzementieren oder Kleben der Krone auf den natürlichen Zahnstumpf. Wenn erforderlich, wird mittels kleiner Korrekturen die optimale Passform der Krone hergestellt.

Was sollte man beachten?

Bei jeder Form von Zahnersatz empfiehlt es sich, gesteigerten Wert auf Zahnpflege zu legen. Die Karieserkennung unter einer Krone ist etwas erschwert (Röntgendiagnose). Es besteht Kariesgefahr am Kronenrand und ein höheres Risiko für Zahnfleischerkrankungen, sofern keine optimale Zahnpflege erfolgt. Ein korrekt gearbeiteter und gepflegter Kronenrand ist der Haupteinflussfaktor für die Haltbarkeit der Krone.

Was zahlt die gesetzliche Krankenversicherung für Zahnkronen?

Die Preise für Zahnkronen variieren je nach gewähltem Material und Ausführung stark. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen unabhängig von der gewählten Variante nur einen Festkostenzuschuss. So kostet eine Metallkrone für den Seitenzahnbereich ca. 260 Euro, wovon die GKV bei mindestens 10 Jahre lückenlos gepflegtem Bonusheft 175 Euro. Bleiben 85 Euro Eigenanteil. Die qualitativ bessere und optisch schönere Verblendkrone für den gleichen Zahn kostet ca. 540 Euro. Auch hier trägt die Kasse die oben genannten 175 Euro bei vollem Bonusheft. Bleiben 365 Euro Eigenanteil. Eine Zahnzusatzversicherung leistet hier gute Dienste, wenn sie rechtzeitig abgeschlossen wurde.

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ÜberPeter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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