9. Juni 2016

Amalgamentfernung

Amalgamentfernung

Amalgamentfernung – In der Zahnmedizin werden Amalgamfüllungen seit mehr als 150 Jahren verwendet. Amalgam ist eine Metall-Legierung, die Quecksilber enthält, welches wiederum zu den Schwermetallen zählt. Bei Zahnfüllungen werden Amalgame aus Silber-Zinn-Legierungen verwendet. Ihr Quecksilberanteil beträgt etwa 50 %. Quecksilber wirkt besonders giftig auf die Nieren. Im Mundbereich kann es entzündliche Erscheinungen an der Mundschleimhaut bewirken. Wegen des Verdachts der schleichenden Quecksilberabgabe in den Körper geriet das Amalgam jedoch zunehmend in die Kritik. Die Zulassung in der Zahnmedizin besteht jedoch heute noch. Allerdings haben sich viele Patienten längst gegen quecksilberhaltige Füllungen entschieden und greifen auf modernere Maßnahmen zurück. Eine große Anzahl von Patienten hat zu ihrem persönlichen Gesundheitsschutz bereits eine komplette Amalgamentfernung im Zahnbereich vornehmen lassen. Allerdings muss man dem Amalgam zugutehalten, dass es eines der haltbarsten Füllungsmaterialien überhaupt ist.

Die professionelle Amalgamentfernung

Sie erfordert eine gründliche Voruntersuchung, idealerweise eine Ernährung, die zur Entgiftung mit beitragen kann und vor allem besondere Sicherheitsvorkehrungen, die Patienten und Ärzte während der Behandlung vor möglichen Quecksilberaustretungen schützen. Es ist daher sehr zu empfehlen, einen Zahnarzt aufzusuchen, der auf Amalgamsanierungen spezialisiert ist und über die dafür notwendige Ausstattung verfügt.

Behandlungsabläufe einer Amalgamentfernung

Zunächst wird ein Spanngummi, auch als Kofferdamm bezeichnet, zur Isolation des Behandlungsbereiches und zum Schutz der oberen Atemwege angelegt. Weiterhin muss eine Sauerstoffversorgung durch ein Gerät oder eine Nasensonde sichergestellt werden.

Das Amalgam wird so weit als möglich manuell ausgehebelt. Auf diese Weise werden giftige Dämpfe vermieden. Ist dies nicht möglich, kommt ein eigens dafür entwickelter Bohrer zum Einsatz. Gleichzeitig sorgen Absaugkanüle dafür, dass Quecksilberdampf und -staub direkt abgesaugt werden. Hierbei muss beachtet werden, dass Quecksilber ein Nervengift ist, das als Sondermüll entsorgt werden muss.

Die Therapie danach

Um den Körper zu entgiften und das Immunsystem zu stärken, folgt nach einer Amalgamentfernung häufig eine zusätzliche Therapie mit Medikamenten oder auch homöopathischen Mitteln. Inwieweit der Körper und sein Immunsystem bereits durch Quecksilber belastet wurden, kann durch entsprechende Tests festgestellt werden. In jedem Falle aber sollte eine solche Anschlusstherapie unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die Amalgamsanierung ist nicht Gegenstand der Zahnzusatzversicherung. Wird eine Amalgamfüllung durch eine Compositfüllung ersetzt, muss die alte Füllung stets insuffizient (nicht mehr funktionsfähig) sein. In diesem Fall erstattet die Zahnzusatzversicherung meist 100% der Kosten mit den Leistungen der Krankenkasse zusammen.

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Über Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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