27. Dezember 2016

CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)

Osteopathie und Craniosacral

CMD steht für „Cranio Mandibuläre Dysfunktion“. „Cranium“ bedeutet „Schädel“, „Mandibula“ bedeutet „Unterkiefer“ und „Dysfunktion“ wird als Fehlfunktion übersetzt. Zahnärzte diagnostizieren eine CMD, wenn ein Missverhältnis zwischen Schädel und Unterkiefer besteht. Die Symptomatik ist in der Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt, da der Zusammenhang zwischen Bewegungsapparat und Craniomandibulärer Dysfunktion von Spezialisten oftmals nicht erkannt wird.

Grundlagen der Craniomandibulären Dysfunktion

Die Bezeichnung CMD fungiert als Oberbegriff für zahlreiche Fehlregulationen der Muskel- und Gelenkfunktion der Kiefergelenke. Die Fehlfunktionen können struktureller, funktioneller, psychischer und biochemischer Natur sein. Die Erkrankung macht sich nicht unbedingt ausschließlich durch Schmerzen erkennbar. Symptome können auch Stress, Herzrasen, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle sein.

Viele Spezialisten sehen eine mögliche Ursache in übermäßigem Stress. Da CMD eher als Oberbegriff dient, wird die Bezeichnung als Befund eingeordnet. Der Befund sollte in eine der drei Diagnosen Arthropathie, Myopathie oder Okklusopathie unterteilt werden. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf entzündliche oder degenerative Veränderungen der Kiefergelenke, Verlagerungen der Knorpelscheibe und Schmerzen der Kaumuskulatur.

Typische Symptome

Die Symptome einer CMD können recht unterschiedlich ausfallen, was eine Diagnose schwierig werden lässt. Bei den meisten Patienten schmerzen Kiefergelenke oder Kiefermuskulatur beim Kauen. Weitere Symptome sind die folgenden:

  • Knacken der Kiefergelenke beim Schließen oder Öffnen der Kiefer
  • eingeschränkte Kieferöffnung
  • Schmerzen in Zähnen, Gesicht, Mund, Kopf, Schulter, Nacken oder Rücken
  • Hals-Wirbelsäulen-Schulterprobleme
  • eingeschränkte Kopfdrehung
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Seheinschränkungen
  • Schluckbeschwerden
  • Brustschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Ohrenschmerzen
  • plötzliche Probleme mit der Passform der Zähne
  • Diagnose und Behandlung

Eine CMD kann ernsthafte Gesundheitsprobleme nach sich ziehen. Daher ist eine frühzeitige Behandlung extrem wichtig. Die Belastungen des Kiefergelenks und Fehlfunktionen des Gebisses können stärker werden und eine Heilung mit fortschreitendem Zeitablauf verschlechtern. Bei der Diagnose kommen standardisierte Fragebögen zum Einsatz. Der Funktionsstatus von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Kieferöffnung wird somatisch untersucht.

Außerdem kommt eine instrumentelle Funktionsanalyse zum Einsatz. Der Kiefer wird komplett geröntgt und ein Fragebogen zur Erkennung psychosozialer Beeinträchtigungen herausgegeben. Eine typische Therapiemethode ist die Anfertigung einer Aufbiss- bzw. Knirscherschiene. Der Behandlungsweg ist auf eine schonende und reversible Vorgehensweise ausgerichtet. Aufklärungsgespräche, Okklusionsschienen, Medikamente, Nervenstimulation, Zahnsanierungen und eine gezielte Physiotherapie /osteopathische Behandlung runden das Programm ab. Die besten Zahnzusatzversicherungen bieten Leistungen für eine im Zusammenhang mit CMD erforderliche Funktionsanalyse an (Funktionsanalyse für Zahnerhalt / Zahnbehandlung).

Über Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

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