13. Februar 2018

Zahnaufhellung selbst gemacht?

Zahnaufhellung

Die Zahnaufhellung wurde wissenschaftlich gut dokumentiert und über einen langen Zeitraum erprobt. Somit ist die medizinische Zahnaufhellung bedenkenlos möglich. Allerdings sind zunächst sämtliche Verschmutzungen und Beläge von den Zähnen zu entfernen. Diese „professionelle Zahnreinigung“ muss bei einem Zahnarzt erfolgen. Zur Unterbindung unerwünschter Nebenwirkungen sollte eine gründliche Inspektion durchgeführt werden. Undichte Kronenränder und unbehandelter Karies könnten mit dem eindringenden Bleichmittel auf unerwünschte Weise reagieren.

Welche Farbe der Zahn hat, hängt stark von genetischen Faktoren ab. Der Kontrast zur Haut und Haarfarbe ist aber ebenso wichtig. Grundsätzlich ist eine Zahnaufhellung bei allen Zähnen möglich. Allerdings gibt es Grundfarben, die auf eine Behandlung schlechter ansprechen. Wenn die Zahnaufhellung (das Bleaching) professionell durchgeführt wurde, kann es höchstens zu einem Nebeneffekt kommen: Das Kalt-Warm-Empfinden der Zähne kann kurzfristig gestört sein. Diese Störung verschwindet aber innerhalb von ein bis drei Tagen.

Zahnaufhellung selbst gemacht oder beim Zahnarzt?

Es gibt verschiedene Studien zur Wirksamkeit von Zahnaufhellungs-Sets für zu Hause. Diese führen zu dem Ergebnis, dass Zahnweißcreme und Streifen zum Aufkleben einen eher geringeren Wirkungsgrad haben. Das Aufhellen beim Zahnarzt ist sicherer und effektiver. Zwar gibt es verschiedene Methoden zur Zahnaufhellung, die dafür verwendete chemische Substanz ist aber immer die gleiche: Karbamidperoxid

Sie setzt sich aus Karbamid und Wasserstoffperoxid zusammen. Karbamid ist ein farbloses und geschmacksneutrales Gel, das als Träger für das Wasserstoffperoxid fungiert. Die gleichen Chemikalien setzen Frisöre beim Färben von Haaren oder Ärzte zum Desinfizieren von Wunden ein. Das Karbamid sorgt für eine langsame Freisetzung des Wasserstoffperoxids. Bei entsprechender Erwärmung beschleunigt sich dieser Prozess.

Die verschiedenen Methoden der Zahnaufhellung

Tabak, Kaffee, Tee, Safran und Rotwein lagern sich auf den Zähnen ab und lassen diese dunkel erscheinen. Die Farbstoffe dringen tief in den Zahnschmelz ein und sorgen für eine dunkle Farbgebung. Das Wasserstoffperoxid löst die Farbpartikel nicht aus dem Zahnschmelz heraus, sondern entfärbt sie lediglich. Es gibt grundsätzlich drei Methoden zur Zahnaufhellung:

Zähne bleichen Zuhause: Frei verkäuflichen Zahnaufhellungsprodukte

Sie möchten sich Ihre Zähne selber aufhellen? Das Zähne bleichen Zuhause wird immer populärer und viele frei verkäufliche Produkte der Drogerie versprechen eine Zahnaufhellung, die Sie selbst durchführen können. Aber welche Produkte, um die Zähne selber aufzuhellen gibt es und wie funktionieren sie?

Zahnaufhellung selber machen mit Produkten aus der Drogerie. Viele Drogerieprodukte für die eigenständige Zahnaufhellung werden auf die Zähne aufgepinselt oder als Strip auf die Zähne aufgeklebt. Aber auch mithilfe von vorgefertigten Schienen können Sie Ihre Zähne selber bleichen. Dafür müssen Sie die angefertigte Schiene einfach über einen bestimmten Zeitraum tragen. Durch das auf die Zähne aufgetragene Bleichmittel und die Reaktion mit dem UV-Licht bewirkt diese eine Zahnaufhellung. Allerdings ist die Bleichwirkung äußerst gering, die Produkte im Gegensatz allerdings recht kostspielig.

Home-Bleaching

Beim „Home-Bleaching“ kommen individuell angepasste Schienen zum Einsatz. Sie sind sehr sicher und bewährt. Der Zahnarzt fertigt angepasste Kunststoffschienen an, in denen sich Karbamidperoxid-Gel befindet. Diese Schienen tragen Sie täglich über einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden zu Hause. Nach ca. zwei Wochen ist die gewünschte Aufhellung erreicht. Zusammengefasst findet dieses Verfahren der Zahnaufhellung also daheim statt, es wird allerdings zahnärztlich begleitet.

Zahnaufhellung als Bestandteil der Zahnzusatzversicherung?

Seit 2017 gibt es die erste Zahnzusatzversicherung, die für Zahnaufhellung (Bleaching) 300 Euro alle zwei Jahre übernimm: Die ARAG hat diesen Trend mit dem Tarif Dent100 aufgegriffen und als erstes Unternehmen am deutschen Markt umgesetzt. Den ARAG Dent100 finden Sie in unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich.

Zähne selber bleichen mit Aktivkohle Zahnpasta

Die Zahnaufhellung von Zähnen durch Aktivkohle Zahnpasta erfreute sich in den letzten Jahren einer steigenden Beliebtheit. Sie löst bei vielen Personen zunehmend das chemische Zahnbleaching ab und liegt wohl im Trend zur Naturheilkunde. In früheren Zeiten wurde (und wird heute noch in manchen Ländern Asiens und Afrikas) die Asche von verbranntem Holz zur Zahnreinigung genutzt.

Aktivkohle ist bei uns in verschiedenen Formen erhältlich: Sie existiert als Pulver, in Kapselform und als Zusatz in Zahnpasta. Aktivkohle findet in der Industrie bei der Filterung von Schadstoffen Anwendung. An der rauen Oberfläche der Kohle setzen sich Stoffe fest – Aktivkohle bindet also tatsächlich Schadstoffe und Schmutz. Die zahnaufhellende Wirkung basiert jedoch auf einer anderen Wirkungsweise.

Experten vermuten: Die Körner der Aktivkohle wirken wie ein Schleifpapier, das die Verfärbungen vom Zahn abschrubbt. Die Zähne erhalten nach nur wenigen Anwendungen einen helleren Farbton. Doch diesen Prozess machen sich auch herkömmliche Zahnpasten zu Nutze. Diese enthält vor allem Fluorid und kleine Putzkörperchen. Aktivkohle erzeugt möglicherweise einen wesentlich höheren Abrieb. Doch es lässt sich vermuten, dass die entgiftende, stoffbindende Funktion der Aktivkohle bereits durch die Lagerung in der Zahnpastatube an Wirkung verliert.

Zähne selber aufhellen durch Backpulver: Wie funktioniert es?

Das Bleaching mit Backtriebmittel wurde schon zu „Großmutters Zeiten“ praktiziert. Und was damals geholfen hat, sollte auch heutzutage helfen, oder? Beim Bleaching wird die Zahnbürste kurz in das weiße Pulver eingetaucht. Anschließend werden die Zähne für maximal zwei Minuten geputzt und der Mund gründlich gespült. Das Pulver kann alternativ mit Wasser eingenommen und in Form einer Mundspüllösung angewendet werden.

Das Backtriebmittel führt tatsächlich zu einer Zahnaufhellung – und das sogar in relativ kurzer Zeit. Der Grund dafür liegt in der abrasiven Wirkung des Backpulvers, die vornehmlich auf das darin enthaltene Natron zurückgeht. Die Zähne werden regelrecht abgeschliffen, wobei auch mögliche Verfärbungen entfernt werden. Spuren von Rotwein, Kaffee, Tee und Nikotin werden durch das Pulver dauerhaft abgeschliffen – dabei geht allerdings viel Zahnschmelz verloren. Die meisten Zahnpasten enthalten ebenfalls Schleifpartikel, die eine gründliche Reinigung der Zähne erlauben. Die Dosierung in Zahnpasten ist jedoch derart gering, dass die Oberfläche lediglich „angekratzt“ wird. Wer zu viel schrubbt, der schadet seinen Zähnen.

Zähne bleichen Zuhause – Ist das wirklich gesund?

Wer seine Zähne mit Pulver aufhellt, setzt seinen Körper einem Gesundheitsrisiko aus. Das enthaltene Natron wird in Lebensmitteln verwendet und ist daher im Grunde nicht gefährlich. Wer seine Zähne aber regelmäßig mit dem Pulver reinigt, muss mit Folgeschäden rechnen. Eine monatliche Reinigung wirkt sich bereits sehr nachteilig aus. Die Zähne werden aufgeraut, undicht und sehr schmerzempfindlich. Zunge und Zahnfleisch werden sehr oft mit einem brennenden Schmerzgefühl belegt.

Mit jeder Zahnaufhellung verschlimmern sich die Auswirkungen. Je mehr Zahnschmelz entfernt wird, desto mehr schimmert das Zahnbein hervor. Die Zähne werden auf Dauer gelb und nicht strahlend weiß. Das abschmirgeln der Zähne führt dazu, dass diese anfällig für Karies werden. Die empfindlichen Zahnhälse werden freigelegt und das Zahnfleisch zieht sich zurück. Die vermeintlich günstige Alternative zu einem professionellen Zahnbleaching stellt sich im Nachhinein als gefährlich und kostspielig heraus. Von einem Bleaching mit Zitronensaft ist ebenfalls abzuraten.

Hier finden Sie mögliche Auswirkungen im Überblick:

– Abschleifen der Zähne
– Erhöhung der Kariesanfälligkeit
– Freilegung der Zahnhälse
– Zurückgehen des Zahnfleisches
– Erhöhung der Schmerzempfindlichkeit

Alternativ bleibt für ein strahlendes Weiß das Bleaching beim Zahnarzt. Die chemischen Hilfsmittel garantieren eine dauerhafte Aufhellung der Zähne. Liegt Ihnen bei der Zahnpflege eher der Weg zurück zur Natur, probieren Sie Schlämmkreide anstatt Zahnpasta. Diese ist ebenso leistungsfähig und verschont die Mundschleimhaut vor der Aufnahme der in Zahnpasten enthaltenen Stoffe.

Prophylaxe für weiße Zähne

Das regelmäßige und richtige Putzen mit der Zahnbürste steht nach wie vor an erster Stelle. Dies unterbindet die Festsetzung von färbenden Stoffen an der Zahnoberfläche und entfernt gelbe Zahnbeläge. Durch den Einsatz von Zahnseide lassen sich die Zahnzwischenräume reinigen, in denen sich besonders viele Bakterien sammeln. Diese führen ansonsten zu Mundgeruch und Flecken. Die Zähne jeden Tag zweimal für fünf Minuten zu putzen, ist die wohl wirksamste Art zur Erzeugung weißer Zähne.

Durch die regelmäßige und gründliche Mundhygiene vermeiden Sie auch die Bildung von Karäer oder anderen Krankheiten und ersparen sich somit teure Zahnarztbesuche. Gutes Putzen allein reicht allerdings in manchen Fällen nicht aus. Daher kann es sinnvoll sein, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Jetzt Zahnzusatzversicherung Vergleich durchführen und den optimalen Tarif für Ihre Zahnaufhellung finden!

Über Peter Filip

Peter Filip ist Geschäftsführer von testsiegertarife Service GmbH und hat den absoluten Überblick in dem Tarifdschungel der Zahnzusatzversicherungen. In diesem Blog gibt er sein Know-how gerne weiter.

Eine Antwort zu “Zahnaufhellung selbst gemacht?”

  1. Thomas sagt:

    Meine Schwester ließ sich vor ein paar Wochen ihre Zähne aufhellen lassen. Das Ergebnis war echt gut, sie bekam superweisse Zähne. Es kam aber zu einem Nebeneffekt. Die erste Woche nach der Behandlung wurden ihre Zähne zu Kaltem/Warmem empfindlicher. Diese Störung verschwand aber einige Zeit später.

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